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LEISTUNGSSPEKTRUM - DARMSPIEGELUNG


Darmspiegelung (Kolonoskopie)

Bei der Darmspiegelung werden der Enddarm (Rectum), der Dickdarm (Colon) und oft das letzte Stück des Dünndarms (terminales Ileum) untersucht. Aus folgenden Gründen ist eine Dickdarmspiegelung angezeigt:  
  1. Blut im Stuhl (sichtbar oder bei positivem Hämoccult)
  2. Schwarzer Stuhl (Teerstuhl, Meläna)
  3. Gewichtsabnahme bei unklarer Ursache
  4. Suche eines Tumors bei Tochtergeschwülsten unklarer Herkunft
  5. Wechselndes Stuhlverhalten (Durchfall, Verstopfung)
  6. Bauchschmerzen bei unklarer Ursache
  7. Kontrolle nach Abtragung eines Polypen, nach einer Darm-Operation oder bei bekannter chronischer Entzündung der Darmschleimhaut
  8. Vorsorge (ab dem 55. Lebensjahr)

VORBEREITUNG:
Um die Darmschleimhaut gut beurteilen und die Untersuchung risikoarm durchführen zu können, muss der Darm vor der Untersuchung entleert werden. Daher ist  am Tag vor der Untersuchung ein Abführmittel eingenommen werden. Das Abführmittel besteht aus mehreren Beuteln mit einem Pulver. Dieses Pulver wird in vier Litern Wasser aufgelöst und sollte am Nachmittag vor der Untersuchung getrunken werden. Die vollständige Aufnahme dies Pulvers garantiert in der Regel einen gut gereinigten Darm.

COLONOSCOP:
Die Untersuchung wird mit einem biegsamen Spiegelungsgerät, dem Colonoskop , durchgeführt . Das Gerät ist 1,5 bis 1,8 Meter lang. In der Spitze des Gerätes befindet sich ein Videochip, mit dessen Hilfe die Bilder an der Spitze des Spiegelungsgerätes auf einen Bildschirm übertragen werden. Damit ist gewährleistet, dass das Gerät unter Sicht vorgeschoben wird und sicher um die Windungen des Darmes gesteuert werden kann. Das Spiegelungsgerät ist zudem mit einem Arbeitskanal ausgestattet, durch den kleine Zangen zur Entnahme von Gewebeproben oder Metallschlingen zur Abtragung von Polypen eingeführt werden können. Außerdem verfügt das Colonoskop über einen Spül- und Absaugkanal, über den noch vorhandene Stuhlreste mit Wasser weggespült und abgesaugt werden können.

UNTERSUCHUNG:
Grundsätzlich kann eine Colonoskopie mit und ohne Beruhigungsspritze durchgeführt werden. Der Dickdarm ist eigentlich schmerzunempfindlich. Um die Schleimhaut gut beurteilen zu können, muss Luft in den Darm hineingeblasen werden. Viele Menschen empfinden das als sehr unangenehm. Beim Vorschieben des Spiegelungsgerätes um Darmwindungen entsteht unter Umständen ein starker Druck im Bauchraum, der ebenfalls als sehr unangenehm empfunden wird. Durch eine Beruhigungsspritze können diese unangenehmen Gefühle unterdrückt werden. Allerdings besteht nach der Gabe eines Beruhigungsmittels eine Einschränkung der Fahrtüchtigkeit. Daher sollte einen Tag lang kein Fahrzeug geführt werden. Während der Untersuchung werden der Sauerstoffgehalt des Blutes und der Herzschlag mit Hilfe der Pulsoximetrie durchgehend überwacht. Die Untersuchung wird in Rechtsseitenlage begonnen. Das Colonoskop wird durch den Darmausgang in den Mastdarm (Rectum) eingeführt. Über den S-Darm (Colon sigmoideum, den absteigenden Dickdarm (Colon descendens), den Querdarm (Colon transversum) und den aufsteigenden Dickdarm (Colon ascendens) wird das Spiegelungsgerät bis in den Blinddarm (Coecum) vorgeschoben. Übrigens heißt der Blinddarm deswegen so, weil er blind endet. Beim Zurückziehen des Colonoskops wird jeder einzelne Darmabschnitt sorgfältig auf Veränderungen untersucht.Bei auffälligen Befunden können aus den entsprechenden Schleimhautbezirken Proben entnommen werden. Polypen können mit Hilfe einer Metallschlinge schmerzfrei abgetragen werden.Die Untersuchung dauert in Abhängigkeit von der Beschaffenheit und dem Verlauf des Darmes 20 – 30 Minuten. Wenn die Entfernung eines oder mehrerer Polypen erforderlich ist, kann sich die Untersuchungszeit auch verlängern, weil insbesondere die Bergung eines Polypen, der zur feingeweblichen Untersuchung an einen Arzt für Pathologie gesandt wird, schwierig sein kann.

Darmspiegelung
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Darmspiegelung
Blinddarm
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Darmspiegelung
Normaler Querdarm
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Darmspiegelung
Dickdarmkrümmung im linken Oberbauch
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Darmspiegelung
Divertikel-Ausstülpung des Dickdarms
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Darmspiegelung
Divertikel-Ausstülpung des Dickdarms
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